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Mit unserem neusten Platz 1 Bestseller „Der größte Crash aller Zeiten“ haben wir offensichtlich in ein Wespennest gestochen. Der Gegenwind hat deutlich zu genommen. Noch nie wurden wir dermaßen angefeindet und diffamiert. Für uns ein Zeichen, dass wir richtig liegen. Wir sind wohl auf Stufe drei des schönen Zitats angekommen:

„Zuerst ignorieren sie dich,

dann lachen sie über dich,

dann bekämpfen sie dich

und dann gewinnst du.“

Sicherlich, haben wir seit jeher viel Gegenwind mit unseren Büchern erhalten. Klar, wir schreiben Tacheles und polarisieren damit. Wir rütteln an den Grundfesten des Systems und die Wahrheit ist schmerzhaft. Nicht ein jeder will sie hören. Wir schreiben ja auch keine harmonischen Wohlfühlromane. Ganz im Gegenteil: Wir schauen dahin wo es schmerzt. Wir zeigen Missstände auf. Wir haben es schon immer als unsere menschliche und bürgerliche Pflicht angesehen, unsere Mitmenschen zu informieren und aufzuklären. Ein jedes unserer Bücher erklärt komplexe Zusammenhänge in verständlicher Sprache für jeden lesbar – von der Geldschöpfung, Finanzkrise, Kapitalismus bis zu Bitcoin. Und das immer mit maximalem Mehrwert für den Leser. Wir zeigen nicht nur auf was alles schlecht läuft, sondern bieten konstruktive Lösungen an: Was ein jeder machen kann um sein Geld anzulegen, was die Politik machen oder was wir als Gesellschaft machen können um die Kuh vom Eis zu holen. Auch waren wir schon immer mutig genug Prognosen abzugeben – viele sind eingetroffen (https://fw-redner.de/querdenker/eingetroffene-prognosen/).

Vor allem in der Schreib- und Finanzzunft gab es oftmals wüste Beschimpfungen (Nestbeschmutzer, Crashpropheten, Demagogen usw.). Vor einigen Tagen gab es eine weitere Attacke: Bei einer Veranstaltung wurden wir gefragt ob wir schon den Artikel von einem Herrn Neumann kennen.

Ich (MF) fragte: „Alfred E.?“.

„Nein, Markus.“

Ich: „Nö.“

Markus Neumann hat unser 2010 und 2011 geschriebenes Buch „Der grösste Raubzug der Geschichte“ gelesen hat und dazu einen Artikel auf seiner Seite veröffentlicht. Neumann betreibt ein Onlinemagazin, welches sich unter anderem über Partner-Links, sogenannte Affiliate Links finanziert. Ob in dieser Causa die notwendige Objektivität gegeben ist, bleibt jedem Leser selbst überlassen. Wir haben den Artikel analysiert.

Neumann macht mächtig Stimmung. Jedoch auf sehr dünnem Eis und vielen aus dem Kontext gerissenen Passagen.

Vorab:

Wir sind immer offen für faire und konstruktive Kritik, da wir keine Dogmatiker sind. Zugegebenermaßen haben wir sicherlich die verzweifelten und äußerst fragwürdigen Maßnahmen der Zentralbanken unterschätzt. Niemals hätten wir uns 2011 vorstellen können, dass man Billionen in das System pumpt, um das gesamte System zu stabilisieren. Ebenso hätten wir es nicht für möglich gehalten, dass sich das faktisch bankrotte Griechenland billiger verschulden kann als die USA, geschweige denn, dass Österreich eine mit 0,85 Prozent verzinste 100-jährige Staatsanleihe herausgibt, die wie warme Semmeln gekauft wird. All diese ungesunden und völlig irrationalen Entwicklungen bestärken uns und unterstreichen unsere Prognosen von damals, eher als dass sie sie widerlegen.

Leider trifft der Autor Neumann in seinem Artikel etliche Behauptungen und Falschaussagen, die wir gerne widerlegen. Betrachten wir seinen Artikel genauer.  Bereits im ersten Satz verbreitet Neumann eine Lüge.

  • „Dass sich ihre Vorhersagen bisher allesamt als falsch erwiesen, scheint niemanden zu interessieren.“

Offenkundig hat Neumann keinen Blick auf unserer Webseite https://fw-redner.de/querdenker/eingetroffene-prognosen/ geworfen (im Übrigen stehen hier auch einige Prognosen, die nicht eingetroffen sind – so ehrlich sind wir im Gegensatz zum Autor Neumann). Entweder handelt es sich hierbei um miserable journalistische Arbeit oder er verbreitet mit vollem Bewusstsein Lügen. Da könnte man fast schon rechtliche Schritte überlegen aber Schwamm drüber. Was auch immer der Grund sei, bereits der erste Satz ist eine krasse Falschaussage!

Ein klarer Fall von Fake News!

 Bereits im nächsten Satz verbreitet Neumann weitere Unwahrheiten:

  • Wer den Ratschlägen der beiden Finanzberater folgte, erlitt in den vergangenen Jahren einen realen Verlust, während kluge Anleger ein Vermögen verdienten.“

Dies ist nicht korrekt! Leider erwähnt er nicht, was wir eigentlich empfohlen haben. Zum Beispiel Aktien und Immobilien. Aber das ist zu einfach. Selbst die von uns empfohlene und oftmals verhöhnte „Streuobstwiese“ ist im Wert gestiegen. Aber nehmen wir mal Gold. Der Euro hat seit seiner Einführung gegenüber Gold 80 Prozent verloren! Selbst wer 2012 in Gold eingestiegen ist, wäre heute mit 18,54 Prozent im Plus. Obendrein sehen wir Gold als Lebensversicherung für das Portfolio. Über Bitcoin brauchen wir erst gar nicht sprechen.

Als wir unser 2. Buch schrieben gab es Bitcoin für ca. 50 Euro. Selbst am Erscheinungsdatum des Buches (16.05.2014) war der Preis für 1 Bitcoin bei 327,17 Euro.[i] Ende 2016 haben wir Bitcoin abermals empfohlen bei unserem Jahresausblick für 2017 (damaliger Stand ca. 600 Euro). Heute (21.01.2020) steht Bitcoin bei ca. 8.000 Euro. Bitcoin war das best performenste Asset der letzten Dekade. Soweit wir wissen, hat Herr Neumann Bitcoin nicht empfohlen.

Fakt ist: Wer damals in Bitcoins investiert hat, hat bis heute das 24,5-fache seines Einsatzes und Herr Neumann verbreitet abermals Fake News.

1 BC 

 

  • Ebenfalls haben wir bereits in unserem 2014 erschienenen Buch „Der Crash ist die Lösung, S.292“ Whisky als Investment empfohlen. Whisky war nach Bitcoin das erfolgreichste Investment der letzten Dekade – natürlich nur bei der richtigen Flaschenauswahl.[ii]

Die WirtschaftsWoche schrieb am 15. April 2019: „Eine Studie der Immobilienberatungsgesellschaft Knight Frank hat Juwelen, Briefmarken, antike Möbel, Oldtimer, Juwelen, Luxusarmbanduhren, Kunst, Wein, Münzen und eben Whisky unter dem Aspekt der Wertentwicklung miteinander verglichen. Der zumeist aus Schottland oder Japan stammende Gerstenbrand wurde erstmals in den Vergleich aufgenommen, chinesisches Porzellan hat Knight Frank dafür aus der Studie verbannt. Das überraschende Ergebnis: Seltener Whisky hat sich im Wert sogar besser entwickelt als Kunst, der Top-Performer des Vorjahres. Der eigens entwickelte Index der 100 begehrtesten Flaschen aus schottischer Produktion stieg im vergangenen Jahr um satte 40 Prozent im Wert und verwies Münzen (plus zwölf Prozent) sowie Kunst und Wein (beide plus neun Prozent) auf die Plätze. Ein ähnliches Bild ergibt der Zehnjahresvergleich: Die Single-Malt-Raritäten haben in dieser Zeit einen Wertzuwachs von 582 Prozent erfahren – nahezu eine Versechsfachung.“

Fakt ist: Wer damals in hochwertigen Whisky investiert hat, steht heute gewiss erheblich im Plus.

2 WY

Es folgt ein Absatz mit puren Vermutungen und Unterstellungen. Neumann unterstellt uns eine Sehnsucht nach einem großen Crash. Genau das Gegenteil möchten wir seit Jahren erreichen – dass es eben nicht kracht. Aus diesem Grund haben wir auch gemeinsam mit dem dm-drogerie markt Gründer Götz Werner 2017 das Buch „Sonst knallt’s“ geschrieben, welches ein überparteiliches Parteiprogramm zu Bundestagswahl war. Ich (MF) habe einen Crash (Staatsbankrott in Argentinien) bereits hautnah miterlebt und will dies gewiss kein zweites Mal erleben müssen. Weiter fabriziert Neumann: Wir würden zum Banken Run aufrufen und uns darüber freuen. Diese Behauptung ist vollkommen lächerlich. Zeigt aber auch welches Bild der Autor über uns generieren möchte – möglichst unsympathisch und asozial. An Adjektiven und falschen Behauptungen ist der „haarsträubende“ Artikel kaum zu überbieten. Ein Schelm könnte ihn (den Artikel selbstredend) als regelrecht populistisch abstempeln. Betrachten wir seine Ausführung genauer.

  • „Sie wollen ihre verängstigten Anhänger aufwiegeln und noch weiter verunsichern, um als strahlende Retter das große Geschäft zu machen. „

Auch diese „steile“ These kann Neumann in seinem Artikel nicht beweisen. Hätten wir tatsächlich die Absicht der Aufwiegelung, wären wir in der Politik besser aufgehoben. Die Leser beziehungsweise Zuhörer unserer Vorträge als verängstigte Anhänger zu bezeichnen zeigt das verstörende Menschenbild von Neumann und eine Hybris. Ob er seine eigenen Leser als verängstigte ETF-Jünger bezeichnet ist uns nicht bekannt.

Fakt ist: Die Fakten, die die Bürger verunsichern, haben nicht wir erfunden, sondern sie sind Resultat einer katastrophalen Entwicklung. Die Bürger sind nicht verunsichert wegen unseren Büchern, sondern u.a. wegen einer vollkommen irrsinnigen Währungspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), wegen dem realitätsfernen Festhalten an dem zum Scheitern verurteilten Währungsexperiment Euro, wegen der Reduzierung des Tafelgeschäfts von 15.000 Euro auf jetzt 2.000 Euro binnen weniger Jahre, wegen einer immer weiter steigenden Steuer- und Abgabenlast (Deutschland hat bereits weltweit die zweithöchste Steuer- und Abgabenlast und dennoch steigen die Abgaben weiter und wir Bürger werden mit immer neuen Steuern beglückt), wegen explodierenden Krankenkassenbeiträgen, wegen einem Justizsystem welches an seine Grenzen gelangt ist (hier lohnt es sich, das Gastkapitel „Justiz in Deutschland – die Gewaltenteilungssäule wackelt“ von Erich Künzler, Präsident des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes in unserem aktuellen Buch „Der größte Crash aller Zeiten“ zu lesen), wegen einer Politik welche Steueroasen für Konzerne (Irland, Luxemburg, Niederlande…) und Superreiche (Italien – Superreiche zahlen genau 100.000 EUR an Steuern und haben somit alle Steuern für alle Einkünfte bezahlt, unabhängig davon wieviel Sie im Ausland verdienen) mitten in der EU zulässt und den Mittelstand gnadenlos abkassiert…

Keine Fake News ist: Herr Neumann verbreitet abermals Fake News.

  • „Vermutlich wäre es ihr größter Triumph, wenn es ihnen gelingen würde, mit ihren haarsträubenden Prognosen einen echten Bank-Run auszulösen, bei dem tausende Kunden die Geschäftsräume ihrer Geldinstitute stürmen und ihr Erspartes zurückfordern.“

Wir müssen ihm verraten, dass er in dieser Causa komplett falsch liegt. Unser größter Triumph wäre, wenn es endlich Frieden auf der Welt gäbe, das Berufspolitikertum abgeschafft, die irrsinnige EZB-Politik beendet wird, unsere Mitbürger mündige Investoren werden und finanzielle Intelligenz erhalten würden, die europäischen Einlagensicherung (EDIS) verhindert wird, Irische oder Schweizer Steuersätze auch in Deutschland kommen, Deutschland eine Infrastruktur auf dem Niveau der Schweiz hat, von den 20 größten Internetunternehmen alle anstatt keines aus Europa kommen, unsere Automobilindustrie nicht den Anschluss an das 21. Jahrhundert verpasst, wenn die Schüler in Deutschland bei der PISA-Studie auf Platz 1 und nicht weit abgeschlagen im Mittelfeld liegen, unser Gesundheitssystem reformiert wird, dass nicht immer mehr junge Ärzte unser Land verlassen…

Indem wir unsere Mitmenschen darüber aufklären, dass das Geld auf dem Konto immer der Bank gehört und es gerade bei Null- und bald Negativzinsen nicht zielführend ist, das Geld auf dem Konto zu belassen, rufen wir noch lange nicht zum Sturm auf die Bank auf. Ein jeder sollte dies wissen, ansonsten werden Sie in Zukunft leiden wie viele Griechen 2012.  Darüber hinaus weisen wir auf die Missstände im Bankensystem hin, zwingen niemanden sein Geld abzuheben. Es ist nicht unsere Schuld, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem viele Banken nicht mehr sicher sind. Es ist unsere Pflicht in einer offenen Gesellschaft auf diese Missstände hinzuweisen.

 Fakt ist: Herr Neumann stellt subjektive Vermutungen an, die jeglicher Grundlage entbehren.

  „…unterstützt von einer Medienmaschine, die den Schwarzmalern kaum etwas entgegenzusetzen hat und sich lustvoll an deren verdrehtem Weltbild ergötzt.“

Wir sind weder Optimisten noch Pessimisten, sondern Realisten und folglich keine Schwarzmaler. Wir haben die Fakten nicht gemacht, sie sind gegeben. Wir setzen die einzelnen Puzzleteile lediglich zu einem verständlichen Gesamtbild für die Leser zusammen. In den Medien werden wir nicht hofiert wie von Neumann fälschlicherweise behauptet, sondern eher kritisiert und stigmatisiert. Zumeist weil offensichtlich Gegenargumente fehlen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Notenbanken und nicht wir krampfhaft versuchen mit Gelddrucken Probleme zu lösen.

Fakt ist: Kraft Gelddrucken lassen sich niemals Probleme nachhaltig lösen.

Wir stehen keineswegs alleine als Mahner in der Wüste, sondern haben in der Zwischenzeit prominente Mitstreiter:

  • Der US-Milliardär und Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater Associates Ray Dalio sieht den Zustand des weltweiten Finanz- und Gesellschaftssystems ähnlich wie wir. Sein Fazit: Der Kapitalismus als System funktioniert für die meisten Menschen nicht mehr. “Die Welt ist verrückt geworden, und das System ist kaputt.”[iii] Er prophezeit wie wir einen Paradigmenwechsel.[iv] Ferner sieht er Gold als das beste Investment des kommenden Jahrzehnts.[v]
  • Mittlerweile warnt selbst Ex-EZB-Chefökonom und „Crash Prophet“ Otmar Issing dass „eine Krise von neuer Dimension möglich ist“[vi] ist. Issing warnt wie wir „…vor einer Finanzkatastrophe in bislang noch unvorstellbaren Ausmaßen….”[vii]
    Obendrein warnen die BIS (die Notenbank der Notenbanken)[viii] und eine so „unbedeutende“ Organisation wie die Weltbank vor einer Finanzkrise durch den größten Schuldenzuwachs seit 50 Jahren.[ix]
  • Zuletzt warnte selbst der Nobelpreisträger Robert Shiller, dass der nächste Crash massiv sein könnte“.[x]
    Auch der nach Warren Buffett benannte Buffett-Indikator zeigt ein keineswegs positives Szenario auf. „Wie aus Daten von Wilshire hervorgeht, bewegte sich der sogenannte Buffett-Indikator am 7. Januar 2020 bei 153,1 Prozent und lässt Börsenexperten daher aufhorchen, denn orientiert man sich an der Vergangenheit, bedeutet dies eine massive Überbewertung des US-Aktienmarktes. Angesichts dieser Tatsache dürfte es auch nicht wirklich verwundern, dass Warren Buffetts Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway ein Rekordbarvermögen von 128 Milliarden US-Dollar hält.“[xi]

Sind das alles ebenfalls „Crash-Propheten“ oder einfach nur Realisten die wissen, dass 1 plus 1 immer noch 2 ist und nicht 5?

Oder haben weder Dalio noch Issing oder die Weltbank auch nur ansatzweise so viel Ahnung wie der Top-Finanzexperte Neumann und ausschließlich sein Weltbild ist das einzig wahre und richtige.
Fazit: Nur Neumanns Weltbild ist korrekt und das von Andersdenkenden ist verdreht!

Framing
Im weiteren Teil seines Artikels befasst sich Neumann mit unseren Prognosen. Interessant ist dabei, dass Neumann je nach Gusto Passagen aus dem Buch als auch aus Artikeln und Interviews verwendet, diese aus dem Zusammenhang reißt und alles wild durcheinander würfelt, damit seine Argumentationskette passt. In unseren ersten vier Büchern haben wir bewusst nie ein Datum für einen Crash genannt, da die Notenbanken mit ihren Maßnahmen noch ganz am Anfang standen. Mittlerweile wurde als Medizin Billionen aus dem Nichts geschaffen um das Geldkarusell weiter am Laufen zu halten. Ohne nachhaltige Besserung. Man hat lediglich neue Finanzmarktblasen generiert. Jetzt ist die Medizinflasche beinahe leer, der Patient aber immer noch sterbenskrank. Neumanns Aussagen kursiv und fett und darunter unsere Antwort.

Irrtum 1: Der Crash kommt

„Der Crash kommt auf jeden Fall – nur wann, das können wir nicht sagen. Es kann noch zwei Wochen dauern, zwei Monate oder zwei Jahre.“
(Stuttgarter Zeitung 10.09.2012)

Auch sieben Jahre später ist diese Vorhersage nicht eingetroffen.

Ob dies tatsächlich in der Stuttgarter Zeitung stand wagen wir stark zu bezweifeln. Wenn, dann stand das in den Stuttgarter Nachrichten. Obacht bei der Recherche und beim Zitieren Herr Neumann, denn hierbei handelte es sich damals um eine Zeitung mit einer eigenständigen Redaktion.

In dem am 10.09.2012 in den Stuttgarter Nachrichten veröffentlichten Interview steht folgendes:

„Weik: Eines können wir nicht überlisten, und das ist die Mathematik.  Der Crash kommt auf jeden Fall – nur wann ,  das können wir nicht sagen. Wir können nicht in die Zukunft schauen. Es kann noch zwei Wochen dauern, zwei Monate oder zwei Jahre…

Aber keine 20 Jahre mehr?

Friedrich:  Auf gar keinen Fall.

Weik: Unser Geld basiert nur auf einem, und das ist Vertrauen. Und wenn das Vertrauen schwindet, dann geht es ganz schnell.“

Bewusst haben wir hier gesagt, dass wir nicht sagen können wann es soweit ist. Aber Neumann unterstellt uns, dass wir in dem Interview von zwei Jahren ausgegangen sind. Wir haben in anderen Interviews zu der Zeit auch gesagt, dass es noch 5 oder 10 Jahre weitergehen kann, weil es damals nicht einzuordnen war, wann der Vorhang fällt. Jetzt ist die Situation eine andere. Erstmalig haben wir im aktuellen Buch einen Zeitrahmen genannt, weil die Wahrscheinlichkeiten sich unserer Ansicht nach verdichtet haben. Wir gehen von 2023 aus. Daran kann man uns jetzt messen.

Der SPIEGEL schreibt:

„Es ist deshalb ziemlich mutig (und für Crash-Propheten ungewöhnlich), sich so festzulegen. Das spricht immerhin dafür, dass Friedrich und Weik überzeugt sind von dem, was sie sagen und schreiben“.  (Ausgabe 48/2019 vom 23.11.2019 Seite 60)

Das System ist unserer Ansicht nach mathematisch ausgereizt und befindet sich im letzten Zyklus. Der folgende Chart unterstreicht, dass unser System aus den Fugen geraten ist. Noch nie waren die Zinsen so lange so tief.

3 -Zinsen 
  • Irrtum 2: Der Euro stirbt

Absolut! Hierzu stehen wir. Noch nie haben Währungsunionen funktioniert und der Euro wird scheitern!

 „Offensichtlich war die Krankheit doch nicht so schlimm. Der Euro und das Finanzsystem leben nach wie vor.“

Wir sind Zeugen eines einmaligen und desperaten Rettungsexperiments. Die Bilanzsumme der EZB spricht Bände! Sie ist regelrecht explodiert. Wir befinden uns mittlerweile auf einem historischen Hoch von über 5 Billionen Euro. Tendenz weiterhin steigend.

Der Euro liegt nach wie vor auf dem Sterbebett und wird lediglich künstlich am Leben erhalten. Dass sich das faktisch bankrotte Griechenland günstiger refinanzieren kann als die USA zeigt auch dem Letzten die Absurdität des Währungsexperiments Euro auf.[xii] Die Forderungen der Bundesbank aus TARGET2 belaufen sich mittlerweile auf 895 Milliarden Euro, trotz einer mehrjährigen globalen Boomphase. Sie belegen deutlich, dass der Euro nicht funktioniert. Spätestens in der nächsten Krise werden diese explodieren und die 1 Billionen Euromarke reißen. Dieses Geld wird der Steuerzahler größtenteils nie wiedersehen und wir können die Forderungen der Bundesbank aus TARGET2 getrost der Staatsverschuldung hinzuaddieren. Dennoch wird die jetzige Politik bis zum bitteren und für den Steuerzahler unfassbar teuren Ende am Euro festhalten.

Der Zinssatz beträgt 0 Prozent und die EZB und die nationalen Notenbanken haben bisher 2,7 Billionen Euro in das System gepumpt um das Währungsexperiment Euro weiterhin am Leben zu erhalten. Seit November 2019 werden weitere 20 Milliarden Euro pro Monat in Aufkaufprogramme gesteckt. Ohne die EZB wäre der Euro schon längst Geschichte. So richtig gesund ist der Euro dann wohl doch nicht. Oder warum die Maßnahmen? Warum das viele billige Geld? Warum ist die EZB größter Aufkäufer italienischer Staatsanleihen?  Klären Sie uns auf Finanzexperte Neumann.

 Der SPIEGEL zu unserer Analyse: „Die Notenbanken drucken Geld, um das Schlimmste zu verhindern. Sie haben den Zins auf ein Rekordtief gesenkt und erkaufen sich damit Zeit auf Kosten der Bürger. Die niedrigen Zinsen – und die Aufkäufe von Staatsanleihen durch die EZB halten die Staaten im Süden Europas, deren Banken und Zombiefirmen künstlich am Leben. Die Analyse dürfte im Kern kaum ein Ökonom bestreiten“.

Zwei Charts zur Verdeutlichung:

Bilanzsumme der EZB

4 BS
Käufer italienischer Staatsanleihen: Ohne die EZB wäre Italien schon bankrott!
5 I
  • Irrtum 3: Die Staatsschulden wachsen weiter

Auch hier agiert Neumann wie Pippi Langstrumpf und zieht sich das raus was in seine Filterblase passt.

Fakt ist: Die Staatsschulden sind gestiegen! Dummerweise zeigt der Chart den Neumann aufführt ebenfalls, dass die Schulden in Japan und USA gestiegen und nicht gefallen sind. Deutschland hat lediglich von den niedrigen Zinsen profitiert.

Die Schulden, auch die Staatsschulden, sind weltweit gestiegen: Das zeigt alleine dieser Chart und selbst die Weltbank [xiii] warnt bereits davor:

6 S

Aktuell beträgt die globale Verschuldung schon 255 Billionen USD und damit 322 Prozent zum weltweiten BIP, was der folgende Chart aufzeigt.

7S 

Obendrein verkennt Neumann die implizite Verschuldung. Laut Generationenbilanz/fiskalische Nachhaltigkeit der Stiftung Marktwirtschaft sieht es keineswegs rosig aus: „Die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen in Deutschland hat sich im letzten Jahr deutlich verschlechtert. Aktuell liegt die Nachhaltigkeitslücke aus expliziten und impliziten Staatsschulden bei 226 Prozent des BIP. Damit übersteigt sie den Vorjahreswert von 146 Prozent des BIP um 80 Prozentpunkte. In absoluten Zahlen entspricht die Nachhaltigkeitslücke einem Gesamtschuldenstand der öffentlichen Hand von 7,6 Billionen Euro. Der größere Teil – mehr als zwei Drittel – entfällt dabei auf die implizite, d.h. heute noch nicht direkt sichtbare, Staatsschuld. Sie beträgt 164,8 Prozent des BIP (5,6 Billionen Euro). Dahinter verbergen sich alle durch das heutige Steuer- und Abgabenniveau nicht gedeckten staatlichen Leistungsversprechen für die Zukunft, insbesondere der Sozialversicherungen.[xiv] Ob Neumann auch weiterhin die implizite Verschuldung ignorieren wird, wird die Zukunft zeigen.

Fakt ist: Neumann macht sich seine Welt wie sie ihm gefällt.

  • Irrtum 4: Die Staatsanleihenblase platzt

„Das der ´Big Bang` kommen wird, steht außer Frage. (…) Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die größte Blase aller Zeiten – die Staatsanleihenblase – platzen wird.“ (Der größte Raubzug der Geschichte , 2012, Seite 334)

Wie wir es schreiben: Es ist nicht die Frage ob sondern lediglich wann. Also auch hier abwarten und geduldig sein Herr Neumann. Die Mathematik wird es richten. Die Kugel ist noch im Spiel. Bereits heute sind Staatsanleihen im Volumen von 13 Billionen Dollar negativ verzinst. Die Staatsanleihenblase ist nicht von der Hand zu weisen. Mit dieser Meinung stehen wir bei weitem nicht alleine – u.a. der IWF warnt davor, dass die Staasanleihenblase das komplette Finanzsystem bedroht [xv]

8

In den nächsten Jahren müssen Billionen Dollar refinanziert werden:

9
Zusammengefasst: Es ist rein mathematisch unmöglich alte Schulden mit immer neuen Schulden zu bezahlen. Ohne die drastischen Zinssenkungen und der Ankündigung „whatever it takes“ des Ex-EZB Chefs Mario Draghi hätten Länder wie Italien und Griechenland bereits längst die Bücher auf den Tisch gelegt. Folglich werden wir zukünftig noch weitere drastische Zinssenkungen in der Eurozone sehen um den Euro am Leben zu erhalten und die Länder Südeuropas vor der Pleite zu bewahren. Längst finden sich keine Käufer italienischer Staatsanleihen mehr. Bereits heute wäre Italien ohne die wahnsinnige EZB-Politik längst bankrott. Zwar kann die Konkursverschleppung durch immer irrsinnigere und rechtlich fragwürdige Maßnahmen noch eine Weile fortgeführt werden, den Crash verhindern kann die EZB jedoch nicht.

Das Scheitern des Euros zu verhindern wird der EZB ebenso wenig gelingen wie die faktisch bankrotten Länder Südeuropas vor der Insolvenz zu bewahren. Schlussendlich wird spätestens in der nächsten heftigen Rezession die Staatsanleihenblase beginnen zu platzen.

  • Irrtum 5: Die Inflation steigt

Der Euro hat seit Einführung offiziell 30 Prozent an Kaufkraft verloren. Durch die Ausweitung der Geldmenge sind Immobilienpreise und Aktienpreise explodiert. Ob Herr Neumann wohnt, krankenversichert ist, Strom verbraucht, tankt, heizt, ist uns nicht bekannt, aber wenn das keine Inflation ist, dann wissen wir nicht was sonst.? Hilfreich ist in dieser Causa auch der sogenannte Vermögenspreisindex vom Flossbach von Storch (FvS) Research Institute.[xvi] oder die Immobilienpreise:

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  • Irrtum 6: Die USA schlittern in die Pleite

Ist die USA nicht schon längst pleite? Viellicht auch politisch und moralisch? Hier bleiben wir unserer Aussage treu. Nach wie vor steigt die Staatsverschuldung in einem rasanten Tempo. https://www.usdebtclock.org/. Mittlerweile sind es über 23 Billionen Dollar. Ohne die Weltreservewährung Dollar wären die USA schon längst bankrott. China wird die USA als Weltmacht und den Dollar als Leitwährung in Zukunft ablösen. Auch hier ist es rein mathematisch lediglich eine Frage der Zeit bis die USA in die Insolvenz gehen. Jedoch sind die USA, mit ihrer Atomwaffen gedeckten Währung, momentan noch die Weltmacht Nummer 1.

US Staatsverschuldung auf neuem Rekordniveau.

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Ohne die Eingriffe der FED wäre das Spiel auch schon vorbei. Wenn alles so toll laufen würde, hätte die FED sicherlich nicht die Zinsen 2019 dreimal senken müssen und seit September über 500 Milliarden Dollar in den Repo-Markt stecken müssen, weil die Banken sich gegenseitig nicht mehr vertrauen. Nur aus diesem Grund geht Neumanns ETF Party weiter.

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Geld wird in den USA vor allem für das Militär ausgeben, auch um die US-Dollar Vormachtstellung zu verteidigen.

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  • Irrtum 7: Die britische Finanzindustrie gerät in Schieflage

Pending würde der Engländer sagen. Das Bankensterben wird kommen. Nicht nur wir sind „overbanked“ also haben zu viele Banken auch in Großbritannien. Durch die Digitalisierung wird es so oder so eine Bereinigung geben.

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Bereits jetzt haben HSBC und Barclays viele Mitarbeiter entlassen und weitere 7.000 Mitarbeiter müssen gehen. HSBC hat sogar angekündigt insgesamt 10.000 Arbeitsplätze abzubauen.[xvii]  Auch die britischen Bankaktien zeigen eher Richtung Süden:

HSBC

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Barclays:

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Der Brexit wird sich auf die eine oder andere Bank noch positiv auswirken. Generell spricht der Brexit wohl eher nicht dafür, dass unsere Thesen so weit von der Realität entfernt sind….

  • Irrtum 8: Bankaktien taugen nichts

Betrachten wir die Aktienkurse über diesem Absatz aber auch die der Deutschen Bank, Commerzbank, Dexia, UBS usw… Ein Chart sagt mehr als 1000 Worte. Klar, kann man durch Stockpicking noch eine gute Bankaktie finden, aber das kann man nicht von jedem Aktionär erwarten. Wer hätte denn 2012 tatsächlich in den MSCI World Banks Index investiert?

 

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Auch hier noch mal die REPO Aktionen der FED erwähnt. Die Banken trauen sich gegenseitig nicht mehr. Dieselbe Entwicklung hatten wir vor der Finanzkrise 2008 und sind ein deutliches Warnsignal.

  • Irrtum 9: Immobilien sind zu teuer

Auf dem UBS Bubble Index sind zwei deutsche Städte dabei: Platz 1 München und Platz 5 Frankfurt.[xviii]

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Die Commerzbank warnt[xix], die Bundesbank warnt[xx] nur Herr Neumann findet die Preisentwicklung anscheinend völlig ok. Nicht zu teuer Herr Neumann? Was sagen die Leser?

Interessant ist, dass der Preisanstieg parallel mit der Ausweitung der Notenbankbilanzen einhergeht.

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Fakt ist: Der Markt kann schneller irrational sein als man selbst liquide sein kann. Die Party kann auch noch eine Weile weiter gehen. Aber irgendwann ist jede gute Party vorbei. Und umso länger man gefestet hat, umso größer der Kater. Eins ist sicher: Wenn diese Blase platzt werden wir die aktuellen Preisniveaus nie wieder sehen! Fakt ist: Hier waren wir zu früh zu vorsichtig. Schwäbisch eben 😉

  • Irrtum 10: Banken zahlen Einlagen nicht zurück

Herr Neumann sollte einen Blick in unser brandaktuelles Buch „Der grösste Crash aller Zeiten“ werfen und dasas Kapitel zum Sanierungs- und Abwicklungsgesetz kurz SAG Gesetz auf Seite 99 lesen. Dieses besagt: Bei drohender Insolvenz einer systemrelevanten Bank können Kundengelder eingezogen werden oder in Aktien der Bank zu einem festgelegten Nennwert umgewandelt werden und der Nennwert bis auf 0 herabgesetzt werden! Ein Widerspruchsverfahren ist ausgeschlossen. Selbst eine Klage hat keine aufschiebende Wirkung. Es gelten alle Ansprüche des Aktionärs als »erfüllt«, und zwar für immer (§ 99 Abs. 1 – 3 SAG). Selbst wenn die Bank sich wieder erholt, gibt es kein Zurück. Im Ernstfall müssen haften: Alle Privatkunden und Firmenkunden, die Einlagen ab 100.000 Euro bei einer »systemrelevanten« Bank führen. Betroffen sind: Sparbuch, Giroguthaben, Fest- und Tagesgeld, Sparverträge (auch vermögenswirksame Leistungen), Namensschuldverschreibungen und vorübergehend geparkte Liquidität auf dem Wertpapierdepot sowie die Aktionäre der systemrelevanten Bank.

Wer tatsächlich die Meinung vertritt, dass das Geld auf dem Konto einem selbst gehört ist naiv. Die Einlagensicherung greift vielleicht noch, wenn eine kleinere Bank umkippt, aber sicherlich nicht, wenn eine mittelgroße oder große Bank wie die Deutsche Bank pleitegeht. Die Töpfe der Banken sind gerade mit 6,9 Milliarden Euro gefüllt, das sind gerade mal 0,4 Prozent der geforderten Einlage! Bis 2024 sollen es 14 Milliarden werden. Dem stehen über 2 Billionen Kontenguthaben gegenüber. Eine heiße Wette.

  • Irrtum 11: Börsengehandelte Indexfonds sind Irrsinn

Des Autors liebstes Kind sind offenkundig ETF´s. Wahrscheinlich gibt‘s hier die fetteste Provision für seine gesetzten Links. Wir haben schon immer vor synthetischen ETF´s gewarnt und dies machen wir auch weiterhin. Davon sollte jeder die Finger lassen. Die Gefahren liegen auf der Hand.: Sie bilden lediglich was nach und sind nicht physisch hinterlegt und man hat ein Ausfallrisiko des Swap-Partners.

Normal gedeckte ETF‘s können ein gutes Anlagevehikel sein, wenn man denn das Risiko versteht. Es gibt kein Finanzinstrument, dass komplett risikolos ist. Leider werden ETF‘s häufig so dargestellt. Aber auch ETF´s sind nicht das Perpetuum Mobile der Finanzwelt.

Im Übrigen hat Michael Burry, der Hedgefonds-Manager, der die Finanzkrise von 2008 vorhergesehen hat (auch ein Crashprophet?) und rechtzeitig erkannt hatte, dass die Blase am US-Immobilienmarkt platzen würde und folglich gegen verbriefte Immobilienkredite gewettet hat, ebenfalls gesagt, dass die nächste Krise durch ETF´s entsteht. Er sieht hier eine gigantische Marktblase.[xxi]
Übrigens wurde Michael Burry auch lange belächelt und als Schwarzmaler abgestempelt  – bis er recht hatte. (Zu sehen in dem genialen Film „The big short“).

  • Irrtum 12: Aktienanleger werden ärmer

Als wir das Buch zwischen 2010 und 2011 geschrieben haben, konnte wir uns als überzeugte Kapitalisten nicht vorstellen, dass das Zeitalter der Marktwirtschaft vorbei ist und das Zeitalter der Planwirtschaft der Notenbanken beginnt. Für uns war damals nicht vorstellbar, dass Notenbanken mit aus dem „Nichts“ erzeugtem Geld Anleihen von faktisch bankrotten Unternehmen (z.B. italienischen Banken) oder sogar Aktien (wie die Schweizer Nationalbank) erwerben.  Zweifellos haben wir diesen Faktor unterschätzt. Als wir erkannt haben, dass sich die Politik der Planwirtschaft der Notenbanken durchsetzt, haben wir jedoch sehr schnell auch Aktien wieder auf dem Schirm gehabt. Auch im Friedrich & Weik Wertefonds sind Aktien enthalten. Allerdings wird die Luft dünner und der letzte melt up (Übertreibungsphase) sollte mit Vorsicht genossen werden. Sichern Sie ihre Positionen ab. Mehr denn je, sind wir davon überzeugt, dass die Planwirtschaft der Notenbanken langfristig nicht funktionieren und in einem Desaster enden wird.

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Fakt ist: auf Dauer wird der von den Notenbanken befeuerte Aktienboom gewiss nicht anhalten!

  • Irrtum 13: Gold war nicht billig

Gold ist ein Nobrainer. Wir werden neue Hochs sehen und alleine 2019 hat Gold 22 Prozent hinzugewonnen. Der Euro hat seit 1999 gegenüber Gold 80 Prozent an Wert verloren.

„Marc Friedrich legt sogar noch einen oben drauf: In einem Interview mit Buechermenschen.de, einem Online-Kundenmagazin der Buchhandlungskette Hugendubel, erklärt er, dass das Autorenduo über eine nahezu unfehlbare Prognosemethode verfügt: „Wir arbeiten ganzheitlich! Wir analysieren nicht nur Wirtschaftsdaten, sondern betrachten die Welt als Ganzes und berücksichtigen die natürlichen Zyklen. Das alles packen wir in Modelle und Analyseinstrumente, die Wahrscheinlichkeiten errechnen, und die liegen erschreckend oft richtig: 86 Prozent.“

Natürlich existiert kein Modell mit einer derartigen Prognosegüte. Wäre dem so, wäre die Zukunft vorhersehbar. Die Entwickler eines solchen Modells würden nicht durch Talkshows tingeln, sondern als Multi-Billionäre die Welt beherrschen.

 Wieder eine Mutmaßung:

1.) Wir sind Trillionäre 😉

2.) Spannend, dass Herr Neumann das alles weiß. Wahrscheinlich hat er von Stochastik noch nichts gehört. Aber anscheinend gibt es seiner Ansicht nach auch nicht Black Rocks „Alladin“, die Modelle der Versicherungen (die übrigens sogar bei über 90 Prozent liegen), SAS, SPSS, usw.

Nicht nur wir füttern Daten in ein Programm.

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Interessant ist, dass beinahe zeitgleich bei Wikipedia ebenfalls massiv gegen uns geschossen wird. Weil anscheinend fundierte Gegenargumente fehlen, wird auch alles weitere versucht um uns unglaubwürdig oder lächerlich zu machen. Es wird versucht uns zu stigmatisieren, abzustempeln und in eine Schublade zu schieben. Waren wir früher als Bankenkritiker noch Nestbeschmutzer und „Kommunisten“ sind wir jetzt „Populisten“. Wir müssen leider alle Kritiker enttäuschen. Nichts liegt uns ferner und wir sind nichts von beidem. Wir fühlen uns von keiner Partei (egal ob CDU, CSU, FDP, Grünen, Linke, AfD…) vertreten. Der Wandel wird von den Menschen kommen (wenn wir Glück haben wie 1989 in Leipzig, wenn wir Pech haben wie 1789 in Paris), aber gewiss nicht von unseren Politikern und keinesfalls von Berufspolitikern. Wir haben schon im zweiten Buch gewarnt, dass der eingeschlagene Weg der Notenbanken einen brandgefährlichen Nährboden für Extremisten, Separatisten und Populisten schafft. Auch mit dieser Prognose haben wir recht behalten.

 Wir möchten Brücken bauen und keine Gräben aufreißen. Auch wenn letzteres gerade versucht wird, bestärkt es uns umso mehr, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Selbst der SPIEGEL schreibt: „Im Gegensatz zu Otte, der aus seiner Nähe zur AfD keinen Hehl macht, wehrt sich Friedrich dagegen politisch eingeordnet zu werden.”  So isses.

Die Menschen werden diese plumpen Versuche der Diffamierung demaskieren und erkennen. Die Wahrheit setzt sich immer durch.

 

Was ist die Intention?

Viele haben uns gefragt, ob wir mit Neumann Streit oder Stress haben. Nein! Wir kennen ihn nicht einmal. Warum dann der Hass und die Mühe Neumanns uns zu diffamieren? Was ist sein Antrieb? Gute Frage. Einige Kommentatoren unterstellen dem Autoren Markus Neumann niedere Beweggründe wie Eifersucht, Missgunst und Neid (Dieser Punkt ist offenkundig nicht vollkommen abwegig.) Neumann hat zwei Bücher geschrieben, die keine Bestseller waren. Dann kommen zwei “schwäbische Lausbuben“ mit ihren „haarsträubenden steilen Thesen“ die viele Menschen lesen wollen und jedes Buch ist ein Bestseller. Dass kann sicherlich frustrierend sein. Andere denken, dass er durch die Attacke gegen uns seine unbekannte Webseite, von der er wohl lebt und mit der er Geld verdient über Referenzlinks, bekannter machen will. Was eignet sich da besser als ein „prominentes“ Opfer zu suchen (Spiegel Platz 1) und zu attackieren für clickbait. Auch möglich. Seit der Attacke hat er immerhin 70 neue Follower bei Twitter erhalten. Oder es war sein Ziel bei Focus als Experte gelistet zu werden, was ihm damit auch gelungen ist. Vielleicht ist er auch sauer, weil wir seine ETF-Empfehlung nicht nur positiv sehen, sondern auch die Kehrseite betrachten. Weil wir immer objektiv sind. Lustig ist, dass er (und andere) uns vorwerfen, dass wir damit Geld verdienen wollen er über seine Seite aber, anhand von Affiliates Links, Geld verdient. Wie kann man da objektiv sein? Was es auch sei. „Neid muss man sich hart erarbeiten Mitleid bekommt man geschenkt. Unser Mitleid hat er sicher.

 „Viel Feind, viel Ehr“

Georg von Frundsberg

Gerne kann uns Herr Neumann 2024 wenn nichts passiert ist durch den Kakao ziehen und sich in bester Hate Porn Manier mit Kollegen ereifern und erregen das wir unrecht hatten. Aber eines ist sicher Qualität setzt sich immer durch und die Leser entscheiden!

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[i] https://www.finanzen.net/devisen/bitcoin-euro-kurs/historisch

[ii] https://www.insider.co.uk/news/scotch-whisky-best-10-year-14092462

[iii] https://www.manager-magazin.de/politik/artikel/ray-dalio-die-welt-ist-verrueckt-geworden-a-1295138.html

[iv] https://www.handelszeitung.ch/geld/ray-dalio-sagt-das-ende-ist-nah-kaufen-sie-gold

[v] https://www.focus.de/finanzen/boerse/edelmetall-gold-gefragt-boersenlegende-prophezeit-goldenes-zeitalter-beginnt_id_11180091.html

[vi] https://www.faz.net/aktuell/finanzen/warum-otmar-issing-vor-der-geldpolitik-der-ezb-warnt-16536101.html

[vii] https://www.n-tv.de/wirtschaft/Top-Okonom-fuerchtet-Nullzinskrise-article21458758.html

[viii] https://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/biz-warnt-vor-der-party-an-den-maerkten-a-1300099.html

[ix] https://www.faz.net/aktuell/finanzen/warum-otmar-issing-vor-der-geldpolitik-der-ezb-warnt-16536101.html;  https://finanzmarktwelt.de/weltbank-warnt-vor-finanzkrise-durch-groessten-schuldenzuwachs-seit-50-jahren-153380/

[x] https://www.spiegel.de/wirtschaft/us-nobelpreistraeger-robert-shiller-der-naechste-crash-koennte-massiv-sein-a-99ae03c8-944e-4ecb-a74e-7010521bed19

[xi] https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/bullenmarkt-bald-vorueber-buffett-indikator-laesst-alarmglocken-laeuten-steht-der-aktienmarkt-vor-einem-mega-crash-8380498

[xii] https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-kommt-bei-staatsanleihen-guenstiger-an-geld-als-washington-a-1279005.html

[xiii] https://finanzmarktwelt.de/weltbank-warnt-vor-finanzkrise-durch-groessten-schuldenzuwachs-seit-50-jahren-153380/

[xiv] https://www.stiftung-marktwirtschaft.de/inhalte/themen/generationenbilanz/

[xv] https://www.ft.com/content/e5edad9a-4bf4-4941-beb3-115ef9f13437

[xvi] https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/de/vermoegenspreisindex/deutschland/

[xvii] https://www.forbes.com/sites/jackkelly/2019/10/07/hsbc-plans-to-axe-10000-jobsbringing-the-total-to-60000-banking-employees-downsized-just-this-year/

[xviii] (https://www.ubs.com/global/en/wealth-management/chief-investment-office/life-goals/real-estate/2019/global-real-estate-bubble-index-2019.html

[xix] https://www.faz.net/aktuell/finanzen/commerzbank-warnt-immobilienboom-wie-vor-lehman-pleite-16582901.html

[xx] https://www.gevestor.de/news/immobilienblase-laut-bundesbank-sind-immobilien-um-30-prozent-ueberbewertet-873879.html

[xxi] https://www.businessinsider.de/wirtschaft/big-short-investor-michael-burry-nennt-passive-anlagestrategien-blase-2019-8/

5 Antworten auf „Lügen pflastern seinen Artikel – eine Aufarbeitung von Fake News.“

  1. Darauf habe ich gewartet – dachte ich mir schon und bei einigen Punkten war es mir auch klar. Der wollte euch in die Pfanne hauen und schlecht machen. Mission failed! Macht weiter mit euer wertvollen Aufklärungsarbeit! Danke!

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