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Die Zeichen stehen auf Sturm. Bei den Autobauern in Deutschland geht es seit dem dritten Monat in Folge abwärts – und zwar um fast 20 Prozent. Die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe fallen seit Juni 2018 beinahe exponentiell. Auch für die EU, USA und China sehen die Wirtschaftsprognosen laut OECD negativ aus.[i] Eine Rezession steht vor der Tür. Die Frage ist nur, wie hart sie dieses Mal wird, nach einem von den Notenbanken künstlich erzeugten jahrelangen Boom. Ein neuer Zyklus beginnt.

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Die Fetten Jahre von Deutschlands Schlüsselindustrie – der Automobilindustrie sind vorbei. Die Dieseldebatte, die neuen Abgasmessungen (WLTP) und folglich höhere Steuern sowie die lahmende Auslandsnachfrage zeigen ihre Folgen. Eine Rezession des Kernsektors der deutschen Industrie ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Die Autobauer stehen vor gravierenden Problemen.

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2018 ging es um -9,4% zum Vorjahr abwärts, auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2009!

Global sinkt die Nachfrage nach Autos „Made in Germany“ drastisch. Im Januar 2019 sanken die PKW-Exporte um 20,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die einseitig auf Export und kontinuierliches Wachstum ausgelegte Strategie der Autoindustrie beginnt sich zu rächen. Sollte US-Präsident Trump den Wirtschaftskrieg mit China weiter forcieren, würde dies erhebliche Konsequenzen für deutsche Autobauer haben, denn die großen und teuren, in China beliebten, Geländewagen von Mercedes (Tuscaloosa) und BMW (Spartanburg) werden größtenteils in den USA gefertigt. Sollte Trump Fahrzeuge „Made in Germany“ mit Zöllen belegen sieht es für die Premiumhersteller ganz bitter aus. Bekanntlich wird am meisten Geld pro Auto (bei Audi, BMW, Daimler und Porsche) mit den teuren Fahrzeugen der Ober und Luxusklasse verdient. Diese Fahrzeuge werden jedoch größtenteils nicht in den USA produziert. Die deutsche Automobilindustrie ist elementar für unser Land. Sie ist verantwortlich für über 870.000 Beschäftigte, einen Umsatz von 331,2 Milliarden Euro und für 21 Prozent der Bruttowertschöpfung der deutschen Industrie. Der Exportumsatz betrug 234,2 Milliarden Euro. (2017). Die Rezession der Autobauer wird sich, wie 2008 und 2009, auf andere Branchen ausweiten. Dieser Dominoeffekt wird wesentlich heftiger werden als vor 10 Jahren, denn heute haben viele mit der Automobilindustrie verbundene Firmen nicht die Kapitalpuffer wie 2008. Sollten die Deutschen Autobauer obendrein noch den Anschluss an das 21. Jahrhundert endgültig verpassen, entbehren die Konsequenzen für unser Land jeglicher Vorstellungskraft.

Schulden mit Schulden bezahlen – das kann auf Dauer nicht funktionieren!

Eine Rezession ist der Gau für die Notenbanken, insbesondere die EZB, welche seit 2009 eine irrsinnige Notenbankpolitik betreibt. Niedrige Zinsen und viel ultrabilliges Geld lösen nachhaltig keine Probleme – sie verschieben sie lediglich in die Zukunft. Die EZB-Politik hat zu realitätsfernen Kursen an den Aktienmärkten geführt und dafür gesorgt, dass sich ein Normalverdiener in den meisten städtischen Ballungszentren kein Eigenheim mehr leisten kann. Auf Dauer hält das keine Gesellschaft aus..

 EZB hat Pulver noch lange nicht verschossen

Die Notenbankpolitik der EZB-Chef hat den deutschen Sparer Milliarden Euro gekostet. In Zukunft wird es für uns jedoch noch wesentlich teurer. Bald geht es an unser Bargeld und unsere Ersparnisse von über 6 Billionen Euro. Bereits seit vielen Jahren warnen wir vor drastischen Negativzinsen, und dass es dem Bargeld ans Leder gehen wird.

EZB-Folterinstrument: drastische Negativzinsen

In der nächsten Krise wird die EZB, um die Konjunktur zu stimulieren, die Zinsen noch weiter senken. Dies wird jedoch die Flucht in das Bargeld massiv beschleunigen, da man für Geld auf dem Konto keine Zinsen mehr erhält, sondern ganz im Gegenteil, auf sein Erspartes eine Gebühr bezahlen muss. Dies bedeutet, wer auf dem Sparbuch spart, verliert Geld dank Negativzins – und Inflation kommt noch on Top. Zudem zahlen viele Bankkunden seit einigen Jahren Kontoführungsgebühren, obwohl sie immer mehr selbst machen und kaum noch die Filialen aufsuchen. Folglich wird eine Filiale nach der anderen geschlossen. Wir Sparer sollen ganz klar davon abgehalten werden zu sparen! Sparer sollen zum Konsumieren gezwungen werden um die Wirtschaft anzukurbeln. Altersvorsorge wird offensichtlich überbewertet. Hauptsache, das System wird auf unsere Kosten so lange wie möglich am Leben erhalten. Der Bürger wird jedoch das perfide Spiel durchschauen und sein Geld abheben und lieber Bargeld horten. Dies hat den enormen Vorteil, bei einer erneuten Krise nicht Opfer der Gläubigerbeteiligung (Bail-In) zu werden. Im Extremfall wird man ab 100.000 Euro enteignet. Inwieweit die 100.000 Euro in einer Krisensituation tatsächlich haltbar ist, ist äußerst fraglich. Wir gehen davon aus, dass diese 100.000 Euro nicht haltbar sind. Bargeldbesitzer hingegen können nicht zur Kasse gebeten werden, wenn Ihre Bank sich verzockt. Nur wer sein Geld physisch abhebt, ist auch dessen Eigentümer! Folglich wird es Abhebungsbeschränkungen geben. All jene, welche ihre Konten bereits leergeräumt habe, sollten ihren Jubel jedoch unverzüglich beenden. Um diesem Schutz für uns Bürger einen Riegel vorzuschieben, haben Ökonomen des IWF etwas ganz Besonderes ausgeheckt. Da man auf die Schnelle Bargeld nicht abschaffen kann und auf Grund seiner Popularität nicht abschaffen möchte, steht eine neue Alternative zur Debatte und die hat es in sich:

Parallelwährungen – Bargeld und Sicht- und Spareinlagen

Die Geldmenge wird in die zwei Parallelwährungen Bargeld und elektronisches Geld (Buchgeld; Sicht- und Spareinlagen) unterteilt. Auf das Buchgeld fallen Negativzinsen an. Gleichzeitig soll das Bargeld einen bestimmten Umrechnungskurs gegenüber Buchgeld bekommen. Der Umtauschkurs wird so festgelegt, dass das Halten von Bargeld immer exakt genauso unattraktiv ist, wie wenn man das Geld direkt auf dem Konto lässt. Beispielsweise würde bei einem Negativzins von minus fünf Prozent Bargeld pro Jahr um fünf Prozent gegenüber den Einlagen abgewertet. Nach einem Jahr ist ein Euro Bargeld eben nur noch 0,95 Euro elektronisches Geld wert. Somit ist es vollkommen egal, ob man Bargeld hält oder das Geld auf dem Konto belässt. Mit dieser Methode besteht die Möglichkeit, auch ohne Bargeldverbot uns Bürger abzukassieren. Im Zuge der nächsten Krise wird uns dieser Wahnsinn als alternativlos verkauft, um den Euro und die EU und folglich Europa zu retten.

Was mache ich mit meinem Geld?

Die Zeit des Sparbuchs ist auf Grund von Null Prozent Zinsen und einer Inflation von über zwei Prozent vorüber. Hier verliert der Sparer zurzeit mindestens 2 Prozent Kaufkraft pro Jahr. Ferner besteht die Gefahr, dass Sparvermögen über 100.000 Euro Kraft EU-Gesetz enteignet werden können. Dies ist bereits in Zypern geschehen. In Zeiten von teilweise exorbitant verschuldeten Staaten und extrem niedrigen Zinsen ist das Zeitalter von Rentenpapieren ebenfalls vorüber. Folglich hat die Lebensversicherung ausgedient.

Mehr denn je geht es um Diversifikation und die schnelle Verfügbarkeit ihrer Kapitalanlagen. Das Gebot der Stunde heißt: Vermögenssicherung und nicht Rendite. Hierfür prädestinieren sich Sachwerte. Diese sind durch die Natur limitiert. Mit der kommenden Krise beginnt der Zyklus der Rohstoffe. Dementsprechend ist es zielführend aus Papierwerten (welche lediglich ein Versprechen sind) aus- und in Sachwerte einzusteigen. Äußerst mobile, auch für den kleinen Geldbeutel erschwingliche Sachwerte sind Edelmetalle wie Gold und Silber. Diese sind die Lebensversicherung für Ihr Portfolio. Auch die Notenbanken investieren verstärkt in Gold. 2018 wurde so viel wie seit 70 Jahren nicht mehr Gold zugekauft. Insbesondere China ist hier federführend. In Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen bieten Edelmetalle den bestmöglichen Schutz für Ihr Erspartes. Sachwerte sind der einzig verlässliche Wertspeicher. Ihr Geldwert – oder ihr Buchwert – mag schwanken. Aber völlig wertlos können Sachwerte niemals werden. Gold, Silber aber auch andere Sachwerte wie Wald, Land, Diamanten, Aktien, schuldenfreie Immobilien schützen Ihr Erspartes vor dem was kommen mag.

 

[i]http://www.oecd.org/berlin/publikationen/oecd-wirtschaftsausblick.htm

3 Antworten auf „Die Rezession kommt – was mache ich jetzt mit meinem Geld“

  1. Aktien sind doch Sondervermögen, dass ich bei einer Bankenpleite umschichten kann oder irre ich mich da? Eine Mischung aus Gold, Silber und Aktien halte ich für einigermaßen sicher.

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